Ein Tag bei VOL.AT
von Gabriela Lamprecht
1 Minute Lesezeit

Miteinander im Haus

Ein Tag bei VOL.AT

… gewährt einen Blick in die Zukunft und zeigt, was man durch das Erzählen von Geschichten alles bewirken kann.

Morgens, bevor ich die Redaktion betrete, werfe ich einen Blick auf den großen Bildschirm neben der Tür. Dort steht, welcher Artikel an diesem Tag am meisten gelesen wird und dass gerade 40 Prozent der Leser von ihren Smartphones aus auf VOL.AT zugreifen. Im Moment, in dem ich vor meinem Laptop Platz nehme, informieren sich gerade mehr als 3000 Leser gleichzeitig auf dem Nachrichtenportal.

Zuerst checke ich meine E-Mails. Eine Nachricht ist von Claude Kuva, einem anerkannten Flüchtling aus dem Kongo, der jetzt in Frastanz lebt. Ich habe einen Bericht über die Gründe seiner Flucht geschrieben und dass Claude gerne als Autor arbeiten möchte. Nachdem der Artikel auf VOL.AT erschienen war, kontaktierte mich ein Vorarlberger Verleger. Die beiden werden sich in Kürze treffen. Das zeigt, was man mit „Schreiben” bewirken kann. Hier der Link zum Artikel …

http://www.vol.at/giftmuell-aus-europa-toetete-claudes-sohn-jetzt-lebt-er-in-vorarlberg/4314299

„Redaktionskonferenz!”, verkündet das Rollen der Stühle. Alle Mitarbeiter versammeln sich um einen Tisch in der Mitte der Redaktion. Die Themen des Tages werden besprochen und Vorschläge eingebracht. Nach zehn Minuten tausche ich meinen Stuhl gegen den Fahrersitz des VOL.AT-Mini Coopers. Es geht nach Lingenau, in den Bregenzerwald.

Mithilfe einer neuen Kamera, einer „ricoh theta”, soll ich 360 Grad-Bilder einer Großbaustelle erstellen. Das Gerät in Handy-Größe hat auf beiden Seiten zwei Fischaugenkameras, die jeweils ein 180 Grad Panorama-Bild schießen. Dieses wird dann zur 360 Grad-Ansicht zusammengesetzt. Auslösen kann ich das Foto mittels Smartphone.

Die Offenheit gegenüber neuen Gadgets und Technologien bei VOL.AT gefällt mir sehr gut. Leider habe ich keine Drohne dabei, darum muss ich also selber in die Baustellengrube klettern um die Kamera zu positionieren. Dabei rutsche ich aus und lande im Dreck. Leider hat meine Hose noch keinen integrierten Lotuseffekt, der Schmutz einfach abgleiten lässt. Doch mein Einsatz lohnt sich. Die Fotos werden klasse. Hier ansehen…

http://www.vol.at/meusburger-grossbaustelle-in-lingenau-in-der-360-grad-ansicht/4366765

Zurück in der Redaktion bereite ich den Baustellen-Artikel vor, er soll am Wochenende veröffentlicht werden. Am späteren Nachmittag setze ich mich in einen kleinen Raum, wo ich alleine bin. Dabei habe ich Laptop, Kopfhörer und Notizblätter. Dann startet das Interview. Via Google Hangout führe ich ein Video-Interview mit einer Vorarlbergerin, die in New York City als Kreativdirektorin arbeitet. Dort ist erst vor ein paar Stunden die Sonne aufgegangen. Die Verbindung Schwarzach-Brooklyn klappt bestens, das Gespräch mit der weitgereisten Video-Produzentin ist sehr interessant für mich. Ich bette das Video in einen Artikel ein, schreibe die letzten Zeilen für heute und übergebe den fertigen Artikel dem Tagdienst. Dieser Redakteur entscheidet nun, wie er meinen Artikel auf der Startseite platziert und wann er erscheint.

Meine Arbeit für heute ist getan. Zufrieden stempel ich aus, verlasse die Redaktion und denke mir: „Das war ein guter Tag bei VOL.AT.“